2.2.1. Migránsból nomád (Melinda Nadj Abonji: Galambok röppennek föl)
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| 1 | Nadj Abonji, Galambok röppennek föl, 212. „Sie müssen wissen, dass das Fräulein aus dem ungarischen Teil des Balkans stammt, […] Vojvodina, so heisst die Region, und sie war bis vor kurzem eine autonome Provinz, nicht wahr? […] Ihre Muttersprache ist also Ungarisch und nicht Serbokroatisch […] ja, antwortete ich. Dann sind Sie gar nicht vom Balkan? Nicht eigentlich, antwortete ich, aber doch irgendwie, dachte ich. Herr Berger, der seine Stirn abrupt in Falten legte, seine Frau Annelis belehrte, siehst du, ich hab’s doch gesagt, die vom Balkan haben andere Hinterköpfe […]”: Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 240–41. |
| 2 | Nadj Abonji, Galambok röppennek föl, 98. „[…] der homo balcanicus hat die Aufklärung einfach noch nicht durchgemacht […]”: Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 108. |
| 3 | Nadj Abonji, Galambok röppennek föl, 255., „[…] wir müssen es uns zuerst noch erarbeiten […]”: Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 290. |
| 4 | Nadj Abonji, Galambok röppennek föl, 250. „[…] kein Durchgedrehter, Abnormaler, unberechenbarer Freak hat seine eigene Scheisse in die Hand genommen und sie an unsere Klowand geschmiert, sondern ein kultivierter Mensch (ich, die »Scheisse« schreibt kann mir nicht vorstellen, wie die hiesigen Bürgerinnen und Bürger das Wort in den Mund nehmen, aber vielleicht tun sie es, flüstern sich »Scheisse« zu, Jugo und Scheisse, das passt zusammen, die Bürgerinnen und Bürger, die in ihrem kultivierten Leben Wasser lassen, Stuhlgang haben, die Tatsache, dass die Scheisse an der Wand klebt, beweist doch, dass wir, sie, schmutzig sind) […]”: Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 283–84. |
| 5 | Michał Paweł Urbaniak, „Wiecznie obcy”, Art papier, sz. 2 (218) (2013. január), https://artpapier.com/index.php?page=artykul&wydanie=169&artykul=3598&kat=1. |
| 6 | Nadj Abonji, Galambok röppennek föl, 6–7. „[…] sehen mit ungläubigen Augen Menschen, die in einem Berg von Müll leben, hat sich nichts verändert, sagt mein Vater, Hütten aus Wellblech, Gummi, zerzauste Kinder, die zwischen Autowracks und Haushaltmüll spielen, als gäbe es nichts Normaleres […]”: Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 7. |
| 7 | Nadj Abonji, Galambok röppennek föl, 7–8. „[…] ich liebe diese Ebene, die sich zu einem trostlosen Strich verdünnt, nichts, das sie einem schenkt […]”: Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 8. |
| 8 | Nadj Abonji, Galambok röppennek föl, 18–19. „[…] waren wir unsäglich erleichtert, wenn wir uns an ganz banalen, alltäglichen Dingen orientieren konnten, dem Spaltblock, der glücklicherweise immer noch an derselben Stelle steht, nämlich beim Schweinestall, in der Nähe des Plumpsklos, Mamika, die sich in der Zwischenzeit keine Kühe angeschafft hat oder Fasane, sondern immer noch mit ihren Schweinen, Hühnern, Gänsen und Enten lebt, dem winzigen Taubenschlag, den wir unverändert auf dem Dachboden vorfinden […]”: Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 20. |
| 9 | Nadj Abonji, Galambok röppennek föl, 243–44. „Ich fahre nach Hause, ich muss, meine Tiere, der Garten, haben Sie gesagt […] und ich habe Sie angeschaut, als verstünde ich Sie nicht […] Sie haben mich in die Arme genommen, am Abend vor Ihrer Abreise […] haben ein Lied gesungen, ich habe Ihre Stimme in meinem Körper gespürt, und alles in mir hat sich geweigert, Sie gehen zu lassen, und erst als der Zug wegfuhr, habe ich begriffen, dass das der wirkliche Abschied war […]”: Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 276. |
| 10 | Nadj Abonji, Galambok röppennek föl, 30. „[…] vergisst die Hochzeitsgesellschaft, weiterzuessen, Suppenlöffel bleiben in der Luft, an Brotbissen wird nicht mehr gekaut, und einen Moment lang kommt es mir so vor, als müssten wir rückwärts wieder raus, damit alles seinen gewohnten Lauf nehmen kann […]”: Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 34. |
| 11 | Ildikó testvére, akit az eredetiben Nominak hívnak, a magyar fordításban Bori néven szerepel. |
| 12 | Nadj Abonji, Galambok röppennek föl, 30. „[…] Und wir? wie sehen wir denn aus, als wir vor dem Zelt stehen, vom Brautführer begrüsst werden, das grasgrüne, knöchellange Kleid von Mutter, Nomi, die für die 50er Jahre schwärmt und ein rosarotes Tüllkleid trägt, […] und ich trage einen knielangen, eng anliegenden, weissen Jupe, eine hellblaue Bluse, die die Schultern freilässt (und wenn ich nicht wüsste, dass ihr es seid, hätte ich euch nicht erkannt, sagte Mamika […]”: Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 33. |
| 13 | Trepte, „W poszukiwaniu innej rzeczywistości”, 81–96. |
| 14 | Nadj Abonji, Galambok röppennek föl, 150. „[…] und 1989 wird in meine persönliche Geschichte eingehen, sicher werde ich später, wenn ich mich an 1989 erinnere, an den Mauerfall denken, […] sicher werde ich an vieles denken, das 1989 geschah, aber in meiner Geschichte wird in diesem Jahr Mamika gestorben sein, ich werde für mehr als ein Jahrzehnt das letzte Mal in meiner Heimat gewesen sein […]”: Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 167. |
| 15 | Nadj Abonji, Galambok röppennek föl, 143. „[…] Nomi, die mir ein paar Tage nach meinem zwanzigsten Geburtstag gesagt hat, dass wir unseren Plan beerdigen müssten, es ginge nicht, wir könnten nicht zurück, das sei ein Kindertraum, wir hätten unser Herz hergegeben, und darin habe sich ein hohler Wunsch eingenistet, es sei doch bekannt, das typische Emigrantenschicksal, für die Zukunft sparen und dann in der alten Heimat unglücklich sein? nein!, ich, die Nomi gefragt hat, ob sie hier glücklich sei, Nomi, die gelacht hat, wir sind Mischwesen und die seien tendenziell glücklicher, deshalb, weil sie in mehreren Welten zu Hause seien, sich wo auch immer zu Hause fühlten, sich aber nirgendwo zu Hause fühlen müssten […]”: Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 159–60. |
| 16 | Nadj Abonji, Galambok röppennek föl, 123–24. „Ich bin keine Reisende, sondern eine, die weggeht und nicht weiss, ob sie jemals zurückkommt, und jedes Mal, wenn ich weggefahren bin, habe ich mein Zimmer peinlich genau aufgeräumt, habe meine Kleider, die ich nicht mitgenommen habe, frisch gewaschen, ordentlich zusammengelegt oder im Schrank aufgehängt; meinen Spiegel habe ich abgedeckt, damit er das Zimmer ohne mich nicht sieht, mein leeres Schreibpult […] ich habe mich immer auf eine Abreise ohne Rückkehr vorbereitet […]”: Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 138. |
| 17 | Nadj Abonji, Galambok röppennek föl, 258. „[…] mit allem aufhören, mit dem Studium, meinem Russischkurs […] vor allem aber aufhören mit der Arbeit hier, im Mondial, verschwinden aus dieser Gemeinde, das nette Fräulein endlich abschütteln (vielen Dank und auf Wiedersehen!), […] will verschwinden aus diesem halbierten Leben, diesem Alltag, in dem der Dienstleistungsbetrieb zum Schicksal wird […]”: Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 294–95. |
| 18 | Nadj Abonji, Galambok röppennek föl, 259. „[…] Mutter und Vater, die in meiner kargen Wohnung stehen werden, so haben wir gelebt vor fünfundzwanzig Jahren, als wir in die Schweiz gekommen sind, wie kannst du nur? […]”: Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 294. „Sie sollten sich Vorhänge zutun, meint die Hausmeisterin, Frau Gründler, das ist doch eine Zumutung, wenn da einem ins Schlafzimmer gaffen, nein? […]”: Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 303. |
| 19 | Nadj Abonji, Galambok röppennek föl, 267. |
| 20 | Nadj Abonji, Galambok röppennek föl, 275. „(höchstens zwei Schachteln pro Woche auszupacken, das habe ich mir vorgenommen)”: Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 312. |
| 21 | Renata Makarska, „Między Polską a Niemcami, między językami. Skrzyposzek, Niewrzęda, Muszer”, in Między językami, kulturami, literaturami: polska literatura (e)migracyjna w Berlinie i Sztokholmie po roku 1981, szerk. Ewa Teodorowicz-Hellman és Janina Gesche, közrem. Marion Brandt, Stockholm Slavic Papers 22 (Stockholm: Stockholms universitet, Slaviska institutionen, 2013), 330. |
| 22 | Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 35. |
| 23 | Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 46. |
| 24 | Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 203. |
| 25 | Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 213. |
| 26 | Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 52. |
| 27 | Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 181. |
| 28 | Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 182. |
| 29 | Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 183. |
| 30 | Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 219. |
| 31 | Nadj Abonji, Tauben fliegen auf, 270. |